Hohle Wand / Lose Wand (White Line Disease)

Die White Line Disease oder einfacher gesagt die hohle Wand kann ein hartnäckiges Problem sein, welches unter den Pferdebesitzern nicht so bekannt ist. Die leichtere Form der losen Wand findet meist wenig Beachtung. Bei der schweren Form wird oft das unterhöhlte Wandhorn radikal entfernt, was aber kein Garant dafür ist, dass sich die hohle Wand nicht wieder bildet.

White Line Disease - die Anfänge einer hohlen WandAnfänge der hohlen Wand - man erkennt,
dass das Problem im unpigmentierten,
inneren Teil der Hufwand liegt

Bei der White Line Disease wird der innere, unpigmentierte Teil der Hufwand durch Pilze oder Fäulnisbakterien zersetzt. Diese Pilze und Bakterien sind jedoch nicht die Ursache der Krankheit, sondern sie fressen nur abgestorbenes Gewebe. In schweren Fällen kann es, wie bei der Hufrehe, zu einer Rotation des Hufbeins kommen.

Die Symptome von White Line Disease sind eine unterhöhlte Hufwand, die man meist sohlenseitig sehen kann. Das innere Wandhorn (Waterline) wird zu einer mehligen, bröckeligen Substanz zersetzt und die Verbindung zum Lamellenhorn trennt sich. Eine Lahmheit tritt nur im fortgeschrittenem Stadium auf.

Der Auslöser kann in der Haltung oder Ernährung liegen. Zu lange und hebelnde Hufwände machen das Problem oft noch schlimmer.

Die erste Maßnahme ist, hebelnde Hufwände zu begradigen. Pilzmittel können vorübergehend eingesetzt werden. Man muss aber wissen, dass sie nur die Symptome bekämpfen und nicht als Dauerlösung angesehen werden können. Als nächstes muss der Auslöser der hohlen Wand gefunden werden. Gute Ergebnisse wurden mit dem Abtrocknen des Auslaufs und einer individuellen Ernährungsanpassung erreicht.


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